Mittwoch, 15. Februar 2012

Erster verantwortlicher Segel-Törn 80 sm nach "IBIZA"


 Der erste allein verantwortliche Segel törn als Skipper. Eine Sicht nach innen
Ich möchte meinen Gefühlen freien Lauf lassen und das mitteilen wie ich mit Verantwortung
Das Denken für sich allein  bewegt nichts, sondern nur das auf einen Zweck gerichtete und praktische Denken.
Wir sind über Mallorca hurra. Ich hatte einen Fensterplatz und sah von oben,
dass der Wind in Richtung Ibiza geht. Für mich dachte ich, das ist eine gute
Möglichkeit nach Ibiza zu segeln, da es bis Ibiza ca. 80 sm sind. Die
Crew hatte auch im Flugzeug Ibiza als möglicher Abstecher ins Auge gefasst. Doch 
wenige machen sich Gedanken wie weit und wie lang für 80 sm gebraut werden.
Als wir im Hafen ankamen und unsere Oceanis 43 betreten durften, schaute ich
sofort über den Kompass und dem Stand der Wind-richtung – das passt! Wind
Raum in Richtung Ibiza und nicht wenig. Im Hafen war es zwar ruhig, jedoch
sah ich vom Flugzeug aus die Schaumkrönchen, was jedenfalls schon über einen
4er Wind voraussagt.
Der Eincheck wurde gründlich durchgeführt. Ich werde über den Eincheck und
Sicherheitseinweisung später noch etwas schreiben. Ein Teil der Crew hatte
sich um das leibliche Wohl, Einkaufen gekümmert. Somit war das technische
und leibliche Wohl geklärt. Klar zum Auslaufen. Wir sind dann feudal essen
gegangen. Nach dem 1. Bier oder Wein fragte ich: wann sollen wir den
Auslaufen und wann wollen wir ankommen? Jetzt wird erst ein Wasser oder
jedenfalls ein nichtalkoholisches Getränk bestellt, bis diese Diskussion geklärt ist. Crew:Also ankommen wollen wir gerne noch bei Tageslicht. Skipper:
Wann müssen wir dann ablegen? Gemütlich um 9 Uhr müsste reichen. Da war sich 
die Crew schnell einig. Noch ein Bier/Wein. Skipper: Halt! 
Den weiteren Ablauf möchte ich jetzt schenken. Ich bestand drauf 3 Uhr
aufstehen 4 Uhr ablegen. Und so geschah es auch. Der Wind war noch aus gleicher Richtung und mit gleicher Stärke stabil. 4-5 
Der Sonnenaufgang war wunderschön. Und alle waren sich einig: ein
Sonnenuntergang kann jeden Abend beobachtet werden. Aber das ist ja zu
alltäglich. Einen Sonnenaufgang zu sehen ist für eine Crew etwas schönes. 
Alle waren begeistert Stunden vergehen..  Wie heißt es so schön… verschwunden das Land….
Eh Skipper was meinst du wo wir rauskommen? Meinst du wir treffen Ibiza? Ich sieä
nix! Jo,jo.. das ist alles klar. Inneres Zwiegespräch: kuck lieber noch
einmal auf die Karte. Jetzt wie koppeln, wenn vorne und hinten kein Land da
ist. Innere Zweifel machten sich bemerkbar.  Abtrift kann bei Wind von
achtern nicht sein. Kurs 230° müsste auch passen. Damals waren GPS-Geräte
kaum im Handel oder für mich noch nicht käuflich. Auch das Internet war
damals noch nicht das was es Heute ist. Stunden Später… Oh guck mol, guck eh
mol do hinnä sieht mäer was. Des isch doch Land. Also alles klar. Mir als
Skipper fiel ein Stein vom Herzen. Jetzt den richtigen Hafen finden.


 Fortsetzung in den nächsten Tagen. 

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