Donnerstag, 23. Februar 2012

Die Leine um die Antriebswelle einer Segel-Yacht gewickelt.

Nun, unserer Geab Sea 472 (15,70 m) Segelyacht war doppelt fest. Auf der Antriebswelle hinter der Schiffsschraube und an der Heck-Klampe. Unser Segel-Boot war einmal zuviel fest. Wie reagieren in solch einem Fall die Crew - Mitsegler? Manch ein Skipper-Anwärter war auf dieser Segeltour sprachlos. Dem Rudergänger war der Schock tief in den Beinen. Wie kann mir so etwas passieren. Einer meinte: sofort die Küstenwache anfunken. Ganz ruhig sagte ich, klar und deutlich mit fester Stimme. Wir sind fest, wir haben zu Essen und trinken und ich habe hunger. Wer noch? Zögernd wurde gekocht und weiter über mich hergezogen. Warum hat DER das Anlegemanöver nicht selbst gefahren. Murmel, Murmel. 
Während es schon ganz gut nach Essen roch, holte ich unmittelbar nach der Diskussion längere Leinen aus der Backskiste. Machte diese zusätzlich an der Boje fest und führte diese durch die Klüse auf die vordere Buk-Klampe. Lies das Dinghy  zu Wasser und schnitt die Leine, welche um die Welle verwurschtelt war, einfach ab. Es gab ein ganz kleiner Ruck, die Antriebswelle war frei und unser Segelboot war nur noch mit Heckleine auf der Backbord-Klampe straff. Jetzt holte ich mir 2 starke Männer die auf Kommando die richtige Vorleine Dicht holten. Die Heckleine wurde von der Klampe gelöst. Kommando: hol Dicht! Und unsere Segel-Yacht drehte sich in den Wind mit dem Bug zur Boje, wie es sein soll. Die Leine war kurz genug, so dass wir beim schwoien keine Kollision mit den anderen Segel und Motor-Yachten haben können. Das Essen war sehr gut und die Gesichter wieder etwas freundlicher. Mir schmeckte dann auch noch einen Schluck Rotwein. Es war in der Zwischenzeit nach 24 Uhr und Zeit für die Koje.
Um 3 Uhr wurde ich wach, weil die Wanten von irgend einer Yacht schlugen. Außerdem wollte ich die Situation noch einmal anschauen. Alles Klar. Ich lag wieder in der Koje und draußen war der Bär los. Mit einem 6 er Wind Pfiff es im Hafen und ich dachte: bin ich froh, dass wir gedreht haben. Die Kräfte auf das Heck wären enorm gewesen. Mir ging durch den Kopf: ob der Bojen-Stein dieser Druck ausgehalten hätte. Vielleicht wäre unsere Segel-Yacht mit der Boje und Stein auf Land abgetriftet worden. Ich hörte auf zu kübeln und schlief ein.
Der nächste morgen kommt bestimmt. Wie wir die Leine, welche um die Welle gewickelt wurde abgemacht wird, das kommt in Kürze. 
Schau nach den Skipper - Training   Bodensee oder Mittelmeer.

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